REVIEW
 
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Commander-World's Destructive Domination

Commander aus München beschreiben sich selbst als eine Mischung aus Testament und At The Gates. Beide Einflüsse kann ich auf ihrem Debütalbum jedoch lediglich mit sehr viel wohlwollen heraushören. Viel eher fühle ich mich US-Death-Metal der Marke Cannibal Corpse, Monstrosity oder Deicide erinnert. Mit dem Unterschied, dass der Sound von Commander weniger technisch klingt. Ein gewisser Thrash-Metal Einfluss ist da natürlich nicht zu vermeiden. Den in der Bandinfo zitierten skandinavischen Death Metal Einfluss a la At The Gates oder In Flames kann ich aber beim besten Willen nicht erkennen. Der Hauptaugenmerk der Band liegt eindeutig auf zerstörerischen Grooves die immer wieder gern von Blastbeats unterbrochen werden. Melodische Gitarrenleads und Solos schleichen sich zwar ebenfalls immer wieder ein, haben mit der Göteborg Schule jedoch nichts gemein. Das ist vielleicht auch ganz gut so, denn die Stärke der Band liegt eindeutig nicht in filigraner Melodieführung sondern viel eher in der geballten Power die ihren Songs inne wohnt. Souverän prügeln sich die drei Jungs und das Mädel am Bass durch insgesamt 13 Songs, die zwar in Punkto Abwechslung sicherlich noch Raum für Verbessrungen bieten jedoch durch ein hohes Energielevel glänzen. In den Songs finden sich immer wieder äußerst coole Riffideen wieder. Diese stehen leider noch viel zu oft neben abgehangenen Standard Arrangements, lassen aber Potential vermuten. Frontgrunzer Nick Kolar besitzt ein für dieses Genre perfektes Organ und die technische Präzision der Darbietung lässt keine Wünsche offen. Auch der Sound ist recht druckvoll ausgefallen und so kann sich dieses Debüt insgesamt durchaus sehen lassen. (rg)