REVIEW
 
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Commander-World's Destructive Domination

Durchschnittsware aus dem Süden

Das aus München stammende Death/Metal-Quartett Commander veröffentlicht mit "World's Destructive Domination" sein Erstlingswerk, welches über Bad Land Records veröffentlicht wird. Beim Hören dieser Scheibe erkennt man ganz deutlich die skandinavischen Einflüsse und auch ein wenig Thrash/Metal bindet man in die Musik mit ein. Das Tempo bewegt sich eher in schnelleren Gefilden, weiß aber auch in den richtigen Momenten, ein wenig auf die Bremse zu treten, oder gar schleppend zu wirken. Zum Teil sind die Songs auch sehr rhythmusbetont. Gitarrist und Vocalist Nick Kolar grunzt in sehr tiefem Ton ins Mikro, ist aber stimmlich nicht sonderlich variabel. Der klare Gesang auf "Dead But Alive" lässt deutlich zu wünschen übrig und ist eher eine Vergewaltigung für die Ohren. Dafür klingt das Gegrunze aber recht überzeugend. Als textliches Konzept behandelt man im Groben die Selbstzerstörung der Menschheit und ihrer Umwelt. Das Schlagzeug kommt deutlich zur Geltung, nur der Doublebass lässt ein wenig zu wünschen übrig und wird oftmals einfach überhört.Die Gitarren klingen sehr tief gestimmt und sehr schwedisch.

Wie bei so vielen Alben der Fall, steigen auch Commander gleich mit dem besten Song ein. "Modern Slavery" heißt der Track, welcher durch knallharte Riffs besticht. Für eine Hörprobe zu empfehlen sind außerdem noch das zum Teil sehr groovige "Disharmony" oder der extrem schleppende Song "Drowned in Sorrow", wenn man von der manchmal auftretenden, schlecht gewählten Melodie absieht.
Fazit:
Dieses Album beinhaltet sicherlich einige nette Songs, allerdings fehlt an manchen Stellen einfach das gewisse Etwas. Von den oben erwähnten Tracks mal abgesehen, beinhaltet der Silberling eher Durchschnittsware. Ob es für einen Kauf ausreicht, muss jeder für sich selbst entscheiden.