REVIEW
 
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Commander-World's Destructive Domination

Dass es im Münchener Raum bereits seit Jahren eine nicht zu unterschätzende, expandierende Thrash/Deathmetalszene gibt, die zahlreiche Blüten treibt, haben Bands wie Armistice in der Vergangenheit hinreichend bewiesen. Commander nennt sich ein weiteres Pflänzchen jüngerer Bauart. Die Münchener Deathmetalband lässt in all ihre Songs erkennbar starke Bay Area Thrash und Göteborg-Deathmetal-Anleihen einfließen, deren stark sozial kritisch geprägten Texte und das zum Themeninhalt passende Frontcover des Silberlings sich auf die immer weiter voran schreitende Selbstzerstörung der Erde durch die Menschheit und den letzten Endes dafür zu entrichtenden Preis beziehen. Wer auf amtlich groovenden Deathmetal der alten Schule schwört, sollte sich World's Destructive Domination dringend zu Gemüte führen: Sägende Gitarren, treibende Double-Bass-Attacken, eine Bassistin, die ihren männlichen Kollegen locker das Wasser reicht und dazu der entsprechend tief-kehlige Grunzgesang des Fronters, sollten Grund genug sein, dieser Band nähere Aufmerksamkeit zu widmen. Commander machen auf ihrem Debüt alles richtig. An Abwechslungsreichtum mangelt es dem Scheibchen ebenfalls nicht, wie das abschließende (in drei Teilen eingeläutete Schlussfinish Dead But Alive, das zugleich auch den Höhepunkt des Zwölftrackers darstellt), beweist. Mit Modern Slavery, Salvation For A Dead World und dem aus zwei Teilen bestehenden Titeltrack World's Destructive Domination finden sich gleich mehrere echte Anspieltipps auf diesem wirklich hinreichend grundsoliden Debüt, das eingeschworenen Deathmetalmaniacs an dieser Stelle wärmstens zu empfehlen ist. Mein Fazit: - Gut!